Über die rechte Sprache im Gottesdienst

Vor einiger Zeit habe ich im Fernsehen eine Diskussionssendung über die Aufnahme der deutschen Sprache in das Grundgesetz gesehen. Es war sehr interessant wie intensiv man darüber streiten (ähm diskutieren) kann und ich habe mir die Frage gestellt, ob man sich im gemeindlichen Umfeld nicht auch einmal Gedanken über die richtige Sprache im Gottesdienst machen sollte.

Der Papst hat sich für mehr Latein im katholischen Gottesdienst eingesetzt. Das scheint für mich aus biblischer Sicht aber nicht der richtige Ansatz zu sein. Latein ist aus dieser Perspektive ja eher eine Sekundär-Sprache.

Was bleibt also? Hebräisch und Alt-Griechisch. Das ist für mich als Lobpreisleiter natürlich eine echte Herausforderung. Liedtexte in eine der beiden Sprachen zu übersetzen gehört nicht gerade zu meinen Stärken. Die Zeit meines Graecums sind schon etwas länger vorbei und auf der Seite von Hebräisch bin ich vollkommen blank.

Bleibt dann doch eher die Frage der richtigen Sprache aus der Wort-für-Wort-Betrachtung heraus zu lösen. Hebräisch war die Sprache des alten Volkes Israels. Das wären für uns dann heute Deutsch. Griechisch war die damalige Weltsprache – heute ist das Englisch. Mit beiden Sprachen habe ich jetzt nicht wirklich große Probleme.

Nun gut. Englisch wird zwar in schon früh in den Schulen gelehrt, aber für einen kompletten Gottesdienst wird es bei vielen nicht reichen, was die Zielgruppe für solch einen Gottesdienst extrem schrumpfen lässt. Bleibt als Deutsch. Aber auch hier lässt sich trefflich darüber streiten welche Variante schicklich für diesen speziellen Anlass ist. Viele der Älteren unter uns bevorzugen ja eine Sprache die stark durch die Luther-Übersetzung geprägt ist. Ich denke, dass wenn Luther heute gelebt hätte die Übersetzung eher so wie in der Volxbibel ausgesehen hätte – wenn man seinen Hang zur deftigen Sprache berücksichtigt.

Es gibt also auch im gemeindlichen Umfeld viel Zündstoff für die Diskussion im Bereich der rechten Sprache.

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