Regenwürmer oder Kunstrasen?

Das ist er also, der goldene Oktober. Die Sonne steht tief und blendet die Autofahrer auf ihrem Weg nach Hause. Im Garten werfen die Hecken lange Schatten, es ist aber noch warm genug, um nicht in der atmungsaktiven Funktionsjacke herum laufen zu müssen. Die ersten Bäume färben sich goldgelb, was durch das warme Sonnelicht noch etwas mehr betont wird. Was optisch sehr reizvoll ist, bedeutet für den Doppelhaushälftenbesitzer und Gärtner wider Willen zusätzliche Arbeit. Die Grünfläche hinter meinem Haus, von manchen auch als Rasen bezeichnet, hat doch noch einmal eine Wuchshöhe erreicht, die den Einsatz des eigentlich schon für den Winterschlaf gereinigten Rasenmähers erfordert.

Dieser quält sich nun über den feuchten und schweren Untergrund und nimmt bei jeder zurückgelegten Bahn etwas mehr Morast an den vier zierlichen Rädern auf. Dieser Morast ist das Werk der unermüdlich arbeitenden Regenwürmer, die Tag und Nacht damit beschäftigt sind den mühsam heran gezogenen Rasen mit immer neuen Ladungen von Erde zu bedecken. Am Ende der Prozedur darf ich dann auch noch einmal den Rasenmäher reinigen und hoffentlich das letzte Mal in diesem Jahr in der Garage zur Ruhe betten.

Dieser Umstand führt fast zwangsläufig zu der Frage, ob ich ich mir  mit dem Anlegen einer Rasenfläche im heimischen Garten wirklich die richtige Freizeitbeschäftigung ausgesucht habe. Die Zucht und der Vertrieb von Regenwürmern scheint mir da die bessere Wahl zu sein. Die possierlichen Tierchen gedeihen hervorragend in unserem Garten und das alles ohne besonderes zutun.

Sollte mir das mit der Regenwurmzucht dann doch zu viel werden, dann böte sich als Alternative das Verlegen eines schicken Kunstrasens an. Den muss man wenigsten nicht immer wieder mähen und schön anzusehen sind manche Exemplare inzwischen auch. Vielleicht mache ich mir da im nächsten Frühjahr noch einmal Gedanken drüber.

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