Om, oder warum ich kein Yoga mache

Ich bin ein Mensch der mit offenen Augen und Ohren durch die Welt geht. Ich liebe es von neuen Dingen zu erfahren und sie auszuprobieren. Dabei bin ich weit davon entfernt neue Erfahrungen aufgrund von scheinbar religiösen Inkompatibilitäten abzulehnen. Schon der Apostel Paulus hat ja gesagt, dass wir alles prüfen und das Gute behalten sollen (ok, stark aus dem Zusammenhang gerissen, aber für mich die Aufforderung mein von Gott geschenkten mentalen Fähigkeiten auch wirklich zu nutzen). Ich habe also keine Probleme damit Elemente in meine Lebens- und Glaubenswelt zu integrieren, die weder ursprünglich christlich sind (was auch immer das sein soll), oder nicht der reinen Lehre entsprechen, mich aber als Mensch und Christ weiter bringen.

Eines dieser Themen, die mein Interesse zumindest gestreift haben, ist Yoga. Dabei ging es mir mehr darum einen Ausgleich für meinen vom stundenlangen Sitzen vor einer Computertastatur geschundenen Körper zu finden, als mich tiefer gehend mit den transzendenten Inhalten dieser Übungen auseinander zu setzen. Auf dem Weg zur Arbeit hat mich aber die morgendliche Lektüre des Informationsportals meiner Wahl auf den Pfad des Nachdenkens gebracht, der ganz deutlich in die eine Richtung führt: Lass es.

Warum? Als erstes möchte ich dem interessierten Leser die Lektüre dieses Kleinods wissenschaftlicher Literatur ans Herz legen. Er ist hier zu finden. Ich denke er spricht für sich selber.

An dieser Stelle möchte ich aber noch ein paar persönliche Anmerkungen hinzufügen. Ich habe keine Probleme damit mich als einziger Mann in einer Gruppe von Frauen zu bewegen. Ich bin mir meiner Männlichkeit sicher genug, um solche Situationen auszuhalten. Ich war beim Aerobic als Mann in der Minderheit und beim Anti Stress Training. Mir geht es vielmehr darum, dass ich davon überzeugt, dass es gewisse geschlechterspezifische Unterschiede in der anatomischen Ausgestaltung von Mann und Frau gibt, die auch in einer Post-Gender-Gesellschaft nicht weg zu diskutieren sind. Bevor ich meinen Körper auf widernatürliche Art und Weise malträtiere, mit meinen Gliedmaßen allerhand lustige Tierfiguren nachbilde und damit gegen die Schöpfung opponiere, nutze ich dann doch lieber die klassisch-westlichen Methoden.  Dazu brauche ich keine weiße Kleidung und kein Shiva-Schrein, darf Schwitzen und Japsen ohne dabei unangenehm aufzufallen und behalte meine Würde.

Außerdem. Ein gepflegter Bierbauch kleidet einen echten Mann ungemein.

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