Ein Tag am Meer

Ein Tag am Meer

Ein Tag am Meer. Die Küste von Zeeland im Oktober 2013.

Der erste Monats des Jahres ist schon wieder vorbei. Es ist für mich und sicherlich auch für viele andere schon wieder ein Monat nach dem Weihnachtsurlaub ins Land gegangen. Die „damals“ aufgetankte Energie ist in vielen Fällen bereits annähernd aufgebraucht und der Wunsch nach einer neuen Erholungspause wächst. All die guten Vorsätze, es diesmal etwas langsamer angehen zu lassen, sie sind schon längst in Vergessenheit geraten. Der Rückfall in vorweihnachtliche Verhaltensmuster war unvermeidlich. Der Kopf ist bis zum Rand voll. Die Beine sind schwer und eigentlich könnte man Tage lang im Bett liegen bleiben und schlafen.

Und so beginnt schon im Februar die Sehnsucht nach einem Tag Urlaub am Meer in mir aufzusteigen.

Dazu muss man wissen, dass sich in den letzten Jahren in meiner Familie eine kleine Tradition etabliert hat. Wir fahren im Herbst für eine Woche an die niederländische Nordseeküste in den Urlaub. Diese Zeit genieße ich sehr. Eine Woche von der digitalen Kommunikation abgeschnitten – weil zu teuer -, ist es einfach nur schön sich in den Sand zu setzen und den Wellen dabei zu zu sehen, wie sie an den Strand rollen. Der Wind pfeift einem um die Ohren und die Kinder schaffen es für einige Augenblicke sich selbst zu beschäftigen. Die Weite des Meeres bringt mich dazu für eine ganze Zeit einmal an nichts zu denken. Es ist absolute Stille in meinem Gehirn. Das nenne ich Erholung.

Aus dieser Sehnsucht nach einem Tag am Meer sind die folgenden Zeilen entstanden. Vielleicht erkennt sich ja der eine oder andere wieder.

Ein Tag am Meer

Was auch immer noch geschieht,
ganz egal, ich muss hier raus,
schalte ab und ziehe los.
Viel zu viel in meinem Kopf,
das die Nacht noch übersteht,
tonnenschwer im Hals der Kloß.
So kann es nicht weiter gehen.
Kann das Ende vor mir sehen.

Ein Tag am Meer, sei es wolkig oder heiter.
Ein Tag am Meer, die Gedanken ziehen weiter.
Ein Tag am Meer, Füße tief im Sand vergraben.
Ein Tag am Meer, ich muss heut‘ nicht alles haben.

Meine Sehnsucht treibt mich an,
schon ganz nah an meinem Ziel
kehrt die Leichtigkeit zurück.
Salzgeschwängert ist die Luft,
Möwen kreischen über mir.
Bis zum Strand nur noch ein Stück.
Lange, tiefe Atemzüge,
sind’s womit ich mich begnüge.

Ein Tag am Meer, sei es wolkig oder heiter.
Ein Tag am Meer, die Gedanken ziehen weiter.
Ein Tag am Meer, Füße tief im Sand vergraben.
Ein Tag am Meer, ich muss heut‘ nicht alles haben.

Seele komm doch jetzt zur Ruh‘,
weit entfernt ist diese Stadt,
die mein Herz so überschwemmt.
Weit der Blick über das Meer.
Wo beginnt der Horizont?
Nichts mehr da, was mich noch hemmt.
Es ist schön den Wind zu spüren.
Kann mein Herz schon wieder fühlen.

Ein Tag am Meer, sei es wolkig oder heiter.
Ein Tag am Meer, die Gedanken ziehen weiter.
Ein Tag am Meer, Füße tief im Sand vergraben.
Ein Tag am Meer, ich muss heut‘ nicht alles haben.

Ein Tag am Meer, ich hör‘ der Wellen leises rauschen.
Ein Tag am Meer, will mit niemandem heut‘ tauschen.
Ein Tag am Meer soll doch bitte niemals enden.
Ein Tag am Meer, ich will meine Zeit verschwenden.

Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.