Abwrackprämie für Lobpreislieder

Zz. stürmen tausende von Menschen die hiesigen Autohäuser, um sich mit einem neuen Automobil auszustatten. Hintergrund dieser „Invasion“ ist die vom Staat ausgelobte „Abwrackprämie“ von 2.500 Euro für alte Autos. Auch derLobpreisleiter hat sich dieser Bewegung nicht entziehen können. Der treue Ford Ka der Familie wird in wenigen Tagen einem funkelnden, neuen Auto weichen müssen. Die Vernunft hat hier über die Sentimentalität gesiegt.

Die Abwrackprämie hat mich aber auch über den Umgang mit alten Dingen in der Gemeinde nachdenken lassen. Wie ist es um unser Liedgut bestellt. Finden wir hier nicht auch oft alte Schätzchen, die vor 20 Jahren unser Ohr erfreut haben, nun aber eher musikalische Umweltverschmutzer sind? Wäre es nicht auch hier sinnvoll, der Umwelt zu Liebe, das eine oder andere Stück in die Schrottpresse zu geben, um Platz zu machen für neue Rhythmen und Texte? Sicherlich ist es schade um manchen gelungenen Text, aber eine Melodie, die eher an Liedermacher aus den 60er Jahren erinnert, oder an Schlager des Kalibers Roland Kaiser und Roger Whittaker, sollten getrost musikalisch abgewrackt werden dürfen. Eine Prämie würde die eine oder andere zögernde Gemeinde vielleicht motivieren ihren Liederfundus zu entschlacken. Oder wie wäre die Einführung einer musikalischen Umweltplakette, verbunden mit der Einrichtung einer Umweltzone in Gemeindehäusern.

Ich meine, dass man darüber einmal nachdenken müsste.

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